Vorurteilsbewusste Pädagogik der Vielfalt

Das Wesentliche der Pädagogik der Vielfalt besteht darin, dass jeder Mensch einzigartig ist, es ihm möglich ist, gemäß seiner Einzigartigkeit leben zu können. Die Konsequenz dessen ist, dass die vielfältigen Biographien Einzelner als Reichtum gesehen werden und die Unterschiedlichkeit der Menschen als Ressource und grundsätzlich nicht als Problem verstanden wird.

Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung berücksichtigt unterschiedliche Ausgangslagen und Lebensverhältnisse, ohne Kinder zu stigmatisieren: „Alle Kinder sind gleich“, was ihre Rechte auf Entfaltung und Bildung, auf Identität und Schutz angeht. „Jedes Kind ist besonders“, was seine Voraussetzungen, seinen Weltzugang, seine Erfahrungen, seine Familienkultur angeht.

Unser Ziel ist das Bewusstmachen von diskriminierenden Unterscheidungen in Bezug auf Geschlecht, Hautfarbe, Sprachen, Religion, Behinderungen/Beeinträchtigungen, sexuelle Orientierung, soziale und ethnische Herkunft.

Unsere Kinder sollen schon früh erleben, wie ein rücksichtsvolles, konstruktives  Miteinander in einer Gemeinschaft aussehen kann und später diese Idee von Gemeinschaft weiter tragen und leben.

Dabei gilt der Grundsatz: Es ist normal verschieden zu sein. Unterschiede sind gut, diskriminierende Vorstellungen und Handlungsweisen sind es nicht.

Dies erfordert auch von Seiten des pädagogischen Personals eine kontinuierliche Selbst- und Praxisreflexion. 

(vgl. Annedore Prengel und Projekt Kinderwelten, Fachstelle Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung)

Die 4 Ziele der vorurteilsbewussten Pädagogik

1. Alle Kinder in ihren Ich- 
und Bezugsgruppen-
Identitäten stärken

2. Allen Kindern Erfahrungen mit Vielfalt ermöglichen

3. Kritisches Denken über Gerechtigkeit und Fairness anregen

4. Das Aktivwerden gegen Unrecht und Diskriminierung unterstützen

Unser Bild vom Kind

Wir verstehen Bildung und Erziehung des Kindes als sozialen Prozess. Aktiv und neugierig erforscht und gestaltet es im Zusammenspiel mit anderen Kindern und Erwachsenen (also durch soziale Interaktion) seine Umwelt, erweitert seine Erfahrungen und entwickelt sich so zu einer selbstständigen Persönlichkeit.

Wir wollen den Kindern die Möglichkeit geben, vielfältige Gefühle zu erleben und auszuleben. Sie sollen Vertrauen und Geborgenheit erfahren und sich angenommen fühlen. Wir konzentrieren uns in unserer pädagogischen Arbeit an den Fähigkeiten und Lernerfolgen des einzelnen Kindes und motivieren es, seine Stärken und Interessen weiter auszubauen.

Jedes Kind ist einzigartig und hat ein individuelles Lerntempo. Wir wollen die Kinder fördern und fordern, Grenzen entdecken lassen und Grenzen setzen. Eine partnerschaftliche Haltung zum Kind ermöglicht unsere Beziehungsarbeit.

Die Rolle der PädagogInnen

Eltern sind Experten wenn es um die bisherige Lebensgeschichte des Kindes sowie dessen Gewohnheiten, Interessen, Stärken oder Bedürfnisse geht. Wir PädagogInnen verstehen uns ebenso als Experten. So sind wir:

  • Beobachter der Lern- und Entwicklungsschritte der Kinder
  • Bezugs- und Vertrauensperson für das Kind, sowie ein Dialog- und Ansprechpartner
  • Spielpartner, Tröster, Begleiter, Impulsgeber, Vermittler, Schlichter, Unterstützer
  • Vorbild

Aufgaben und Ziele

Unsere pädagogische Arbeit basiert auf folgenden Gesetzesgrundlagen:

Die Erziehungsziele unserer Einrichtung leiten sich aus dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan ab, der die Förderung der sog. Basiskompetenzen in den Mittelpunkt stellt. Unter Basiskompetenzen sind grundlegende Fertigkeiten/Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale zu verstehen, die dem Kind helfen sollen, mit seinen Mitmenschen in Kontakt zu treten und sich mit seiner Umwelt auseinander zu setzen.

Als Basiskompetenzen bzw. Schlüsselqualifikationen werden grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten, Haltungen und Persönlichkeitscharakteristika bezeichnet. Sie sind Vorbedingungen für den Erfolg und die Zufriedenheit in Schule, Beruf, Familie und Gesellschaft." (s. BEP= Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung).

Darüberhinaus ist und die Akzeptanz und Wertschätzung der Multikulturalität unserer Gesellschaft sehr wichtig. Für uns bedeutet dies nicht nur, dass die Kinder in unserer Einrichtung lernen, sich selbst zu akzeptieren, sondern auch, dass sie lernen, ihre Mitmenschen zu akzeptieren und wertzuschätzen.

Die „Kinderwelt TONI Park“ als Bildungs- und Erziehungseinrichtung dient der positiven Entwicklung der Kinder in allen Bereichen. Dabei sind wir uns bewusst, dass wir die verschiedenen Kompetenzen nicht direkt vermitteln können, sondern wir müssen Bildungsprozesse ganzheitlich und methodenübergreifend gestalten, so dass Kinder eigenaktiv und selbsttätig ihre bereits vorhandenen Kompetenzen einsetzen und weiterentwickeln und zugleich neue Kompetenzen erwerben können.

Der Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit liegt darin, die Bedürfnisse und Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes durch aktive Beobachtung zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren, die natürliche Neugierde der Kinder und ihre Freude am Entdecken altersgemäß und individuell zu unterstützen und zu fördern.

Die "Kinderwelt TONI Park" versteht sich als familienergänzende und -unterstützende Einrichtung. Nur durch den ständigen vertrauensvollen Austausch mit den Eltern können wir den Bedürfnissen und Interessen der Kinder gerecht werden. All unser Tun ist stets darauf ausgerichtet, eine Atmosphäre von Wärme und Geborgenheit für jedes einzelne Kind zu schaffen.

Bildungs- und Erziehungsbereiche

Wir verstehen unseren pädagogischen Auftrag im Sinne einer vielfältigen und ganzheitlichen Förderung des Kindes, die in den Alltag einer fröhlichen Gemeinschaft unserer Kinderwelt eingebunden ist.

Uns ist es wichtig, dass sich das Kind im Spiel entfalten und sich neue Fähigkeiten, Fertigkeiten sowie neues Wissen aneignen kann. Darüber hinaus berücksichtigen wir die individuellen Bedürfnisse der Kinder und schaffen vielfältige Entwicklungs- und Lernsituationen.

Auch wenn die verschiedenen Bildungsbereiche im Alltag Hand in Hand gehen, so lassen sie sich dennoch einzeln beschreiben.

Sprache & Literacy

mathematische Bildung

naturwissenschaftliche und technische Bildung

musikalische Bildung und Erziehung

Bewegung, Rhythmik,
Tanz und Sport

Gesundheitserziehung

Umweltbildung und -erziehung

Werteerziehung & Religiösität

Ästhetik, Kunst & Kultur

Geschlechtersensible Erziehung

Immer noch nicht genug?

Momentan arbeiten wir noch an unserer Konzeption. 

Sobald diese fertig ist, können Sie sich diese gerne hier herunterladen!